Die Psychiatrie beschäftigt sich mit psychischen Problemen und Krankheiten und mit den bei einem Teil der Krankheiten zugrunde liegenden Störungen der Gehirnfunktionen.
Wir führen die üblichen psychiatrischen Untersuchungen durch und außerdem, falls erforderlich, testpsychologische Untersuchungen. Wenn der Verdacht auf eine zugrunde liegende Gehirnerkrankung besteht, erfolgt eine neurologische Abklärung.
Neben der üblichen biologisch orientierten Psychiatrie mit vorwiegend medikamentöser Behandlung arbeiten wir mit einem systemischen Konzept. Bei der systemischen Familientherapie wird die psychische Störung unter Zuhilfenahme der Ressourcen in der Familie behandelt.
Die systemische Psychiatrie betrachtet den einzelnen Menschen im Beziehungsgefüge seines Umfeldes und sieht Symptome auch im Zusammenhang mit bestimmten Beziehungsmustern. Die Ressourcen der PatientInnen und der Familien zur Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten und zur Lösung von Problemen sind in vielen Fällen hilfreich und werden in der Behandlung gezielt genutzt.
Bei der Wahl des Vorgehens wird den Wünschen der PatientInnen besondere Bedeutung zugemessen. Sie bestimmen normalerweise die Behandlungsinhalte und Ziele. Wenn der Patient oder die Patientin sich selbst oder andere gefährdet, steht die Abwendung dieser Gefährdung an erster Stelle.
Weiterführende Literatur:
Ruf, G. (2000): Systemische Psychiatrie – ein Praxiskonzept. Familiendynamik 25: 532-550.
Ruf, G.D. (2005): Systemische Psychiatrie. Ein ressourcenorientiertes Lehrbuch. Stuttgart (Klett-Cotta).